Doris Leutzmann-Greul. Drei Kochstorys

Kitchen-Storys

Rohkostsalat "Macadamia"

Was koche ich heute nur?

Eine Frage, die sich Doris Greul-Leuzmann nur selten stellt. Die 48-Jährige probiert ständig neue Rezepte aus und weiß als Hauswirtschaftsmeisterin natürlich genau, wie man ohne großen Aufwand etwas Leckeres auf den Tisch zaubern kann.

Dass es fix gehen muss, ist der Nürnbergerin wichtig: Sie kocht nicht nur täglich für die ganze Familie, sondern kümmert sich auch noch um ihren Bauernhof in Krottenbach. Und als Vorsitzende der Landfrauen hat sie ebenfalls einiges zu tun.

Deshalb liebt sie schnelle Rezepte wie den Rohkostsalat "Macadamia". Blaukraut ist dessen Hauptzutat. Der Rotkohl kommt zwar meistens gekocht auf den Tisch, doch Greul-Leuzmann mag ihn roh fast lieber, auch andere Kohlsorten verarbeitet sie gern zum Salat.

Das geht wirklich ganz flott, wenn man sich die lästige Schneidearbeit leichter macht. Die Kreisbäuerin verwendet am liebsten ihre Brotmaschine, um den geputzten, geviertelten und vom Strunk befreiten Rotkohl in möglichst dünne Scheiben zu schneiden. "Wenn man sich die Arbeit erleichtern kann, sollte man das auch tun", meint sie. Und etwas zu nutzen, was ohnehin im Haushalt vorhanden ist, findet sie gleich doppelt effektiv.

Die Zutaten, die sie für den Salat verwendet, sind fast identisch mit denen fürs gekochte Blaukraut: Apfel und Wildpreiselbeeren sorgen für den besonderen Geschmack.

Doch bevor die Früchte dazu kommen, wird erst die Marinade gemacht. Dafür mischt Greul-Leuzmann 100 Milliliter Apfelessig mit vier Esslöffeln Öl, drei bis vier Teelöffeln Honig, Salz und Pfeffer und vermengt alles mit dem Blaukraut.

30 Minuten sollte der Salat mindestens in dem Dressing ziehen.

Währenddessen halbiert die Köchin einen Apfel, entfernt die Kerne und schneidet alles in Scheiben. Dann werden die Scheiben mit Zitronensaft beträufelt und zusammen mit 125 Gramm Wildpreiselbeeren vorsichtig unter den Salat gehoben. "Das macht den Salat schön fruchtig, wie beim gekochten Blaukraut", sagt Greul-Leuzmann, die empfiehlt, im Anschluss noch einmal alles mit Salz, Pfeffer und Honig abzuschmecken.

Den besonderen Pfiff geben 100 Gramm geröstete Macadamianüsse, die zum Schluss auf den Salat gestreut werden. Den könne man auch problemlos am Vortag vorbereiten, sagt die Expertin, die das Rezept als "Vitaminpower im Winter" empfiehlt, gerade weil der Kohl roh bleibt.

"Beim Kochen gehen schließlich wertvolle Vitamine verloren."

Auch aufs Blanchieren könne man verzichten, weil das dünn geschnittene Gemüse durch das Salz in der Marinade mürbe wird.

Zutaten:
  • * 800 g Blaukraut
  • * 100 ml Apfelessig
  • * 4 EL Öl
  • * Salz, Pfeffer
  • * 3-4 TL Honig
  • * 100 g geröstete Macadamianusskerne
  • * 1 großen Apfel
  • * 1-2 EL Zitronensaft
  • * 125 g Wildpreiselbeeren
Zubereitung:
  • Blaukraut putzen, vierteln, den Strunk entfernen, waschen und in dünne Streifen schneiden.
  • Essig, Öl, Salz, Pfeffer und Honig hinzufügen und vermengen. Ca. 30 Minuten ziehen lassen.
  • Apfel waschen, halbieren, das Kernhaus entfernen, in dünne Scheiben schneiden und 1 EL Zitronensaft darauf geben.
  • Preiselbeeren und Apfelscheiben unter den Salat heben und nochmal mit Salz, Pfeffer und Honig abschmecken. Am Ende die gerösteten Nüsse untermischen.