Stadtpark Fürth

Mal schnell in den Fürther Stadtpark

Es gibt Ausflugsziele, für die packt man einen Rucksack und studiert Landkarten. Der Stadtpark gehört nicht dazu.

Er ist perfekt für die kleinen Fluchten.

Kein Aufwand, keine Vorbereitung. Stattdessen: Spiel, Spaß, Sport und Erholung vor der Haustür.

Auf gut 16 Hektar findet jeder, was er sucht:

Da können verwegene Sandkasten-Abenteuer bestanden werden und schüchterne erste Dates. Hochzeitspaare posieren,...

...Kinderwagen werden geschoben...

Und dazwischen kommen alle zu ihrem Recht.

Die Ruhesuchenden, die Verspielten, die Naturliebhaber, die Theaterfreunde, die Rodler, die Eisläufer, die Kaffeetrinker, die Flaneure...

Und sogar den Tänzern wird im Grün der Kleeblattstadt aufgespielt.

Hier ist viel Platz für die Großen...

...und die Kleinen.

Schaukeln, Buddeln, Klettern, Balancieren, mit Wasser matschen - der große Spielplatz im Stadtpark begeistert schon die ganz Kleinen und setzt die Großen stundenlang in Bewegung.

Gut möglich, dass die Ansage "Heute gehen wir in den Schulgarten" nicht umgehend auf Begeisterung stößt. Die wird sich aber vermutlich einstellen. Die botanische Anlage auf der rechten Seite der Hauptallee wurde bereits ab 1920 geplant und ist bis heute spannend. Geradezu gruselig wird's am Beet mit den verhängnisvollen Gewächsen wie Eisenhut oder Aronsstab...

Video: Sommerliche Impressionen vom Stadtpark

Haben Sie Lust auf einen kurzen Abstecher in den Sommer? Dann begleiten Sie doch für nicht mal eine Minute Tim Händel und Sirius Kestel. Die beiden haben ein paar Eindrücke vom Fürther Stadtpark eingesammelt.

Fürther Stadtpark

Wo?

Es fällt schwer, den Stadtpark zu verfehlen. Gelegen zwischen Nürnberger Straße, Otto-Seeling-Promenade und Pegnitz markiert er das grüne Herz der Stadt. Seine östliche Grenze ist der Röllingersteg, von hier geht es weiter in den Wiesengrund oder zur Kleinen Mainau. Geöffnet ist er: Immer.




Wer hat's erfunden?

Ein weiser Mann, der den offiziellen Titel "Verschönerungskommissar" tragen durfte und seiner Mission wirklich gerecht wurde: 1867 ließ der Dampfmaschinenfabrikant Johann Wilhelm Engelhardt eine unansehnliche Schutthalde reinigen und bepflanzen.

Aus eigener Tasche zahlte er für die Gestaltung dieser ersten Grünanlage. Ein Anfang war gemacht, andere Spender folgten seinem guten Beispiel. Knapp 50 Jahre später kam noch ein zwischenzeitlich aufgelöster Friedhof rund um die Auferstehungskirche zum Park – ein paar Baum-Senioren stammen noch aus dieser Zeit.

Fürther Stadtpark

Richtig schick gemacht

...wurde der Stadtpark dann 1951 für eine Gartenschau, die sich als Renner erwies. Eine Million Menschen staunten damals nicht zuletzt über den Fontänenhof und den Rosengarten – die Faszination hält bis heute an. (Foto: Fritz Wolkersdörfer)




Stadtpark Fürth

Und sie überdauert Frühling und Sommer.

Muss man automatisch an lärmige Bläser und mühsames Zusammenrechen denken, sobald das Stichwort "Laub" - im wahrsten Sinne - fällt? Nein! Eine Herbst-Tour durch den Stadtpark macht Spaß – und es wurden auch schon Erwachsene dabei gesehen, wie sie mit Anlauf und großem Grinsen in die Blätterhaufen springen...




Unser Herbsttipp

...und längst ein Klassiker im Stadtpark-Jahr: der Apfelmarkt. Am Sonntag, 15. Oktober, wird die Hans-Schiller-Allee zwischen 10 und 17 Uhr zum Treffpunkt für alle, die Lust auf süße Früchte und eine Extraportion Atmosphäre haben.

An den Ständen warten Äpfel, Birnen, Quitten aufs Probieren und Mitnehmen. Ein Pomologe – sprich: ein Apfelkundiger – ist zur Stelle und begutachtet, was immer die Besucher aus ihren heimischen Gärten zur Beurteilung mitbringen. Angeboten werden unter anderem aber auch Gelees und Most, Kuchen und Seccos. Prädikat: So lecker!

Und auch das ist ein "place to be"...

...or not to be: Die Freilichttribüne wird mit Leidenschaft bespielt. Ensembles der Freien Szene bringen Shakespeare und seine Kollegen erfolgreich unter das grüne Blätterdach, andere tanzen hier Salsa oder verwandeln die Steinbühne zum romantischsten Club der Stadt. Und im Winter ist genug Platz für Selbstinszenierungen.

Überhaupt Winter.

Wenn der erste Schnee fällt, gibt es eigentlich nur ein Ziel: Ja, auch im Stadtpark finden sich (kurze) Rodelhänge. Geduldig warten müssen die Eisläufer in spe. Aber irgendwann hat der Frost seinen Job erledigt und das Eis trägt - und dann können endlich die schönsten Pirouetten gedreht werden.

Unser Einkehr-Tipp

Das Stadtpark-Café am Fontänenhof liegt einfach wunderschön. Unnachahmlich ist auch der sehenswerte Charme der 50er, der sich in der einstigen Milchgaststätte erhalten hat. Es gibt Kuchen, Brotzeiten und Feines. Am Sonntag wird ein Brunch angeboten.

Bei nahezu jeder Wetterlage ist die Terrasse ein beliebter Treffpunkt. Wenn's inzwischen gar zu herbstlich weht, verhelfen wärmende Decken zu ein paar Extra-Momenten mit Park-Flair.

Sabine Rempe für SamSon

Sabine Rempe

SamSon-Mitarbeiterin
kontakt@samson-magazin.de

...schlendert und schnuppert am liebsten im Rosengarten hinter der Kirche.